‚In the Third World War‘ – Buchvorstellung und Diskussion

19. Juni 2026, 19:00 Uhr

Ob Ukraine, Iran, Venezuela oder Gaza – Krieg bestimmt unsere gesellschaftlichen Auseinandersetzungen. Im Innern als Rechtfertigung
eines Sparkurses, der einen Angriff auf unsere Sozialsysteme darstellt oder der Wehrpflicht, im Äußeren als Normalisierung des Zustands
zwischenstaatlicher Verhältnisse. Wollen wir diese grundsätzliche Veränderung unserer Kampfbedingungen verstehen, so müssen wir ins
umfassend und transnational ein Verständnis für die Dynamiken des Kreigsregimes finden.

Das wollen wir mit der folgenden Buchvorstellung machen. In dem Buch „In the Third World War“ stellt das Kollektiv Connessioi precarie aus Bologna die These in den Raum, das wir uns längst im Zeitalter des Krieges, dem „Dritten Weltkrieg“ befinden.

Das Buch nimmt die aktuellen internationalen Konflikte nicht als losgelöste Ereignisse, sondern als zusammenhängenden Ausdruck einer
globalen Gewaltordnung: Militärische Einsätze, geopolitische Manöver und ökonomische Strategien verflechten sich zu einem transnationalen Kriegsgeschehen, das Ressourcen, Herrschaftsverhältnisse und soziale Reproduktion gleichzeitig betrifft.

Aus dieser Perspektive werden nicht nur geopolitische Mechanismen sichtbar, sondern auch die sozialen Folgen: Prekarisierung, Gewalt gegen marginalisierte Gruppen und die Aushöhlung politischer Handlungsfähigkeit zählen zu den unmittelbaren Effekten.

Daher wollen wir mit den Genoss*innen ihre These besprechen und versuchen zu verstehen, wie der Krieg unsere Gegenwart prägt. Welchen
Auswirkungen hat der Krieg auf unsere Kämpfe vor Ort? Welche gesellschaftlichen Dynamiken gehen damit einher? Wie verändern sich die
materiellen Verhältnisse durch das Kriegsregime? Und: welche (transnationalen) Perspektiven sehen wir, um ihn zu überwinden?

Dazu möchten wir euch zur Buchvorstellung und Diskussion am 19.06. um 19 Uhr ins Pögehaus einladen!