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SUMMARY:Konzert: Chipote Chingón
DESCRIPTION:Zum Auftakt unserer Reihe &lt\;global music corner&gt\; freuen 
 wir uns auf frische Latin-Fusion von Chipote Chingón aus Leipzig.    
                   &gt\;&gt\;&gt\; zum Interview\n\nTraditionelle
  Rhythmen aus Lateinamerika wie Cumbia und Salsa vereinen sich mit Rock\, 
 Ska\, Jazz\, Reggae und Afro. Der Bandname reflektiert ebenso wie die inte
 rnationale Zusammensetzung der Band die verschiedenen Kulturen und Lebensw
 eisen\, die sich in ihrer Musik treffen. Mit einer frischen Mischung der v
 erschiedenen Musikstile reißen Chipote Chingón ihr Publikum mit. Auf das
 s die Tanzfläche bebt!\n\nBesetzung: Mario Paredes ( Guitar / Lead Vocal
 )\, Felix Zehdnicker (Drums/Percussion)\, Ricardo Martinez (Percussion/V
 ocals)\, Thomas Campbell (Bass/Vocals) und Michael Glucharen (Trumpet/Ke
 yboard)\n\nEintritt: Spende\n\nAktuelles auf Facebook\n\n&nbsp\;\n&lt\; In
 terview mit Chipote Chingón &gt\;\nDie sympathischen Chipotes haben uns n
 icht nur erzählt\, was ihre musikalische Mission ist\, wir haben auch ein
 en kleinen Szene-Check zur lateinamerikanischen Musik in Leipzig gemacht. 
 Jan traf sich mit Chipote Chingón zum Vorgespräch.\n\n\n\n&nbsp\;\n\nChi
 pote Chingón ist in Leipzig geboren\, wie fing alles an?\n\nThomas: Ja\, 
 die Band haben wir hier in Leipzig gegründet. Vorher haben wir uns auf de
 r Sachsenbrücke zu Jam Sessions getroffen. Das war eine Mischung von Tref
 fen und Jammen und Leben in Leipzig. Wir haben dann das gemeinsame Interes
 se gehabt\, lateinamerikanische Musik zu spielen und die lateinamerikanisc
 he Kultur aus unserer Heimat nach Deutschland zu transportieren. Aber dies
 e Kultur lebt ja schon in Deutschland\, in Leipzig\, auf der Straße\, im 
 Park\, in der Kneipe. Wir kommen aus verschiedenen Ländern. Chipote Ching
 ón ist eine Mischung von dem\, was es dort und hier schon alles gibt.\n\n
 Heute machen wir Musik\, bei der alle tanzen und zufrieden sind\, einfach 
 Spaß und einen guten Abend haben.\n\nWoher kommt eigentlich der Name?\n\n
 Ricardo: Der Name kommt von einer bekannten Zeichentrickserie\, fast alle 
 Latinos haben das gesehen\, als sie klein waren. Den kennt da jeder. Und e
 r klingt einfach sehr lateinamerikanisch. Das war die Idee\, dass der Name
  so klingt wie die Musik.\n\nWir mischen das Traditionelle auch mit Afro\,
  Jazz\, Reggae und Ska. Aber in der Grundsache sind die Rhythmen aus Latei
 namerika\, wie wir...\n\nWas macht euren Sound aus?\n\n\n\nRicardo: Wir ne
 hmen alte\, folkloristische Musik aus Südamerika\, wie Cumbia und Chicha\
 , und geben ihr einen modernen\, alternativen Sound. Wir wollten auch auf 
 jedem Fall von dem Klischee weg\, das mit Lateinamerika verbunden ist. Wir
  machen kein Reggaeton oder andere Musik\, die sexistisch und machistisch 
 ist.\n\nThomas: Viele alte Texte\, in denen es um Frauen und Männern geht
 \, sind schwierig. Wir haben uns als Band klar gemacht\, dass wir dann die
  Musik vom Text trennen. Natürlich machen wir Musik\, die Spaß machen so
 ll\, zum Tanzen bis in die Nacht. Aber wir wollen Respekt untereinander. U
 nd deshalb wollen wir auch keine Texte\, die etwas anderes sagen. Also neh
 men wir dann nur diese alten traditionellen Rhythmen ohne Texte.\n\n\n\nWi
 e lange spielt ihr jetzt zusammen und wie habt ihr euch gefunden?\n\nRicar
 do: Die Band ist seit fünf Jahren zusammen. Wir haben uns an der Sachsenb
 rücke kennengelernt. Einmal hatte ich schon von weitem gehört\, dass da 
 auch Latinos sind\, auch neu in der Stadt. Erst haben wir gequatscht und z
 um Spaß zusammen Musik gemacht. Nach ein zwei Jahren haben wir eine Band 
 gegründet. Erst ohne Proberaum. Geprobt haben wir bei Felix zu Hause. Dan
 n haben wir mit Konzerten Geld verdient und damit einen Proberaum gemietet
 . Damals hatten noch andere Leute mitgespielt\, die heute nicht mehr dabei
  sind. Wir waren acht\, jetzt sind wir zu fünft. Mario\, Felix und ich wa
 ren von Anfang an dabei. Michael und Thomas sind seit zwei Jahren dabei. D
 as hat sich entwickelt.\n\nAm Anfang haben wir gemerkt\, dass die Leute au
 f diese Musik stehen. Die Leute meinten\, das gibt es in Leipzig noch nich
 t.\n\nWas gibt es gerade sonst noch an Latinbands hier?\n\n\n\nBis jetzt w
 aren wir die einzigen. Es kommt gerade ein neues Projekt\, sie fangen gera
 de erst an. Wir haben jedenfalls in vielen Locations gespielt\, wo vorher 
 noch nie eine Latinband gespielt hatte.\n\nWir schauen uns bei &lt\;global
  music corner&gt\; an\, wie die Szene für Musikstile aus der ganzen Welt 
 in Leipzig aufgestellt ist. Welche Bands gibt es? Welche Fankreise? Wer sp
 ielt mit wem\, wo sind die Proberäume\, was sind die Locations\, in denen
  man sich ausprobieren kann? usw.. Wie sieht das für eure Musik gerade au
 s?\n\nMario: Wir haben in verschiedenen Ecken gespielt. Es gibt z.B. die P
 arty-Reihe „La Patchanga“. Das war auch im Absturz\, in der Alten Dame
 nhandschuhfabrik\, im Elipamanoke. So haben wir uns verbreitet. Dann haben
  wir auch an anderen Orten gespielt\, im Werk2 oder sogar im Zentrum bei d
 er Feier zum Tag der Deutschen Einheit. Wir spielen auch auf privaten Vera
 nstaltungen und Hochzeiten.\n\nHeute gibt es einen Ort\, der unterstützt 
 die Bewegung. Das ist ein kleines Café\, Uptown Coffee Bar. Da kann man a
 ls Latino spielen und wird unterstützt. Wenn Chipote da spielt\, kommen d
 ie Leute auch. Die Szene trifft sich da. Das ist unser Publikum\, die meis
 ten sind Latinos\, aber auch Leute von hier. Sie kommen nicht nur wegen de
 r Musik\, sondern auch wegen unserer Art und Weise\, wie wir uns bewegen\,
  weil wir auf der Bühne sehr lustig und fröhlich sind. Die Leute mögen 
 das.\n\nThomas: Die Kulturapotheke fängt jetzt auch an\, lateinamerikanis
 che Musik zu unterstützen. Einmal im Monat gibt es die „Sesiones del Su
 r“. Aber das ist eher ein anderer Stil. Als Chipote spielen wir Musik me
 hr für Partys und Tanz.\n\nRicardo: Im Sommer trifft man sich immer an de
 r Sachsenbrücke. Da ist immer ein Latino mit Instrument und der Start um 
 Musik zu machen.\n\nMario: Es gibt in Leipzig auch Bands die Salsa machen 
 und eine Salsa Szene. Dann diese traditionelle Musik aus Mexiko. Da treffe
 n sich zwei dreimal pro Jahr Leute aus Berlin und Mexiko. Dann auch eine B
 and\, die Tanzmusik mehr in Richtung Pop macht.\n\nThomas: Und brasilianis
 che Musik\, Samba. Und eine brasilianische Perkussionsschule. Wenn man suc
 ht\, findet man Vieles. Manchmal gibt es auch Austausch mit Leuten aus Ber
 lin. Man trifft sich auch mit Leuten aus Barcelona\, die wir auch kennen. 
 Die machen Musik mit uns.\n\nIhr lebt alle in Leipzig. Was macht ihr\, wen
 n ihr gerade nicht Musik macht?\n\nMario: Ich bin Sänger und Gitarrist. I
 ch habe noch ein Latinpop-Projekt parallel. Und arbeite in einem Café.\n\
 nRicardo: Unser Ziel ist\, nur von Musik zu leben. Wir werden immer diese 
 Hoffnung festhalten. Ich will das versuchen. Allein mit Chipote geht das n
 icht. Nicht mit nur einem Projekt\, das ist klar. Wir wollen Chipote entwi
 ckeln. Eine CD machen\, Konzerte und eine Tour\, eine Website. Es ist nich
 t leicht\, aber nur davon leben ist das Ziel.\n\nMichael: Ich sehe das auc
 h so. Ich mache viel Musik\, spiele noch in paar anderen Bands. Ich unterr
 ichte Klavier die meiste Zeit. Das macht schon Spaß\, aber eigentlich ist
  die eigene Musik am wichtigsten. Für die Zukunft setz ich auf Chipote\, 
 da alles rauszuholen.\n\nThomas: Ich studiere. Da ist es komisch\, über Z
 iele zu reden. Musik ist schön\, du kannst Leute bewegen. Das Studium ist
  auch schön. Ich suche da die Balance.\n\nWas ist der nächste Schritt?\n
 \n\n\n&nbsp\;\n\nMario: Für unsere Platte haben wir angefangen\, eigene M
 usik zu komponieren. In einem Jahr soll die CD fertig sein. Wir hatten ein
 e Demoplatte\, aber die haben wir nicht öffentlich gemacht. Das ist sozus
 agen ein Teil unserer Geschichte\, die wir verbessern wollen. Vielleicht r
 etten wir ein paar alte Lieder. Aber jetzt ist der Moment\, wo wir eigene 
 Kompositionen wollen\, unsere eigene Musik. Mehr Konzerte\, mehr Konzentra
 tion\, das braucht man. Dann hoffentlich eine Produktion und dann Boom!\n\
 nIst es leicht eine Platte in Leipzig zu machen? Wie sind hier die Gegeben
 heiten?\n\nRicardo: Das fehlt vielleicht ein bisschen in Leipzig\, Leute d
 ie dich unterstützen. Ein Label.\n\nMichael: Es muss nicht unbedingt in L
 eipzig sein.\n\nMario: Hier gibt es mehr für Rock oder Punk oder klassisc
 he Musik. Aber für uns… da gibt es keinen\, der sich traut. Es gibt kle
 ine Labels. Aber es gibt nicht so etwas wie: ich geb euch 10.000 Euro und 
 Caramba.\n\nThomas: Ich habe das Gefühl\, viele machen es komplett selbst
 . Kaufen Mikrofone\, studieren die Technik\, machen den Internetauftritt\,
  produzieren\, verkaufen. Aber wenn du fünf Musiker hast\, die alles selb
 st organisieren müssen\, wie viel Platz ist dann für Musik\, zum Komponi
 eren\, Ruhe zu haben. Für mich ist es interessant\, alles selbst zu lerne
 n. Man ist sehr aktiv\, in einem Moment machst du das\, im anderen musst d
 ie eine Mail beantworten. Manchmal musst du kämpfen\, einfach machen...\n
 \nMario: Wir kennen einen Produzenten\, der hat uns schon unterstützt\, p
 arallel zu seinen Sachen. Er ist kein Latino\, aber er hat ein Gefühl daf
 ür\, was wir brauchen. Mit solchen Leuten lernen wir. Vielleicht werden s
 ich solche Leute in Zukunft spezialisieren mit ihren Produktionen. Aber es
  gibt keinen\, der das Genre kennt und unterstützen will.\n\nMichael : Ch
 ipote reift auch noch aus. In Leipzig kann das gut ausreifen\, anstatt das
 s man irgendwo unfertig hinkommt und dann von jemand abhängig ist. Der da
  Kohle reinschießt und es sich in einer Richtung entwickelt\, die man gar
  nicht will.\n\nWir haben auch schon viel gecovert. Titel ausprobiert\, wi
 ssen wir das wirkt beim Publikum. Von da aus können wir uns die Frage ste
 llen\, was wollen wir Eigenes machen\, was wollen wir damit erreichen. Wie
  wollen wir unser Repertoire verbessern. Dadurch entsteht dann was viel Fe
 rtigeres\, was dann funktioniert.\n\n\n\nWas war der prickelndste Moment m
 it Chipote bisher auf der Bühne?\n\nMario: Am 3. 0ktober 2016 haben wir z
 um Tag der Deutschen Einheit im Zentrum gespielt. Das heißt ja schön vie
 l Publikum\, eher gemischt\, eine große Party. Aber das Wetter war schei
 ße\, grau und verregnet. Wir haben gedacht\, da kommt keiner. Und bei dem
  Konzert vor uns war auch fast keiner. Dann kam Chipote und die Leipziger 
 haben getanzt und es war voll geworden. Wir waren total happy.\n\nEs war a
 uch etwas Besonderes\, dass wir Latinos was für die Leipziger machen. Die
  haben die Musik aus Lateinamerika kennen gelernt. Ein bisschen modernere 
 Riffs und Grooves. Nicht nur Buena Vista Social Club.\n\nDas Interesse an 
 dieser Kultur ist ja sicher auch durch die Filmfestivals zu Lateinamerika\
 , Argentien\, Brasilien geweckt. Das ist schon so ein Fenster auf.\n\nRica
 rdo: Ja\, es gibt schon was. Es finden auch zwei drei Latin-Parties jedes 
 Wochenende statt. Es gibt auch Deutsche die Spanisch lernen wollen\, die T
 andems machen. Ihre Partner bringen sie dann zum Konzert mit.\n\n\n\nDie L
 atinos bringen immer ihre Kultur mit. Ich habe auch in Spanien gelebt\, in
  verschiedenen Städten. Die Latinos bringen immer was mit.\n\nThomas: Wen
 n man ankommt\, muss man alles lernen. Aber es ist auch schön\, wenn es P
 latz dafür gibt\, dass die Leute was von einem lernen\, wenn man von drau
 ßen kommt.\n\n&nbsp\;\n\n&nbsp\;\n\n&nbsp\;
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