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 ialer-tradition/
SUMMARY:Grüner Wasserstoff in kolonialer Tradition?
DESCRIPTION:\nVeranstaltungsort\nPöge-Haus\nHedwigstraße 20\n04315 Leipzi
 g\nZeit\n11.10.2025\, 18:00 - 20:00 Uhr\nThemenbereiche\nDeutsche / Europ
 äische Geschichte\, Kapitalismusanalyse\, Sozialökologischer Umbau\, Sü
 dliches Afrika\n\nMit Paul Thomas (Nama Traditional Leaders Association)\n
 \nEine Veranstaltung von attac\, dem Konzeptwerk Neue Ökonomie und der Ro
 sa-Luxemburg-Stiftung Sachsen\n\n&nbsp\;\n\nDie Wende zu erneuerbaren Ener
 gien in Deutschland geht (schleppend) voran – doch die Technologien\, au
 f die gesetzt wird\, treten weiterhin in veraltete\, koloniale Fußstapfen
 . Welche Kontinuitäten kolonialer Ausbeutung zeigen sich in der heutigen 
 Energiepolitik?\nMit dieser Frage wollen wir uns auseinandersetzen. Gemein
 sam mit Paul Thomas von der Nama Traditional Leaders Association aus Namib
 ia diskutieren wir über das geplante Wasserstoffprojekt „Hyphen“ in N
 amibia\, die Auswirkungen vor Ort und die Notwendigkeit von Reparationszah
 lungen.\n\nNamibia spielt eine zentrale Rolle in den Wasserstoffstrategien
  Deutschlands und der EU. Während die namibische Regierung darin Chancen 
 für wirtschaftliche Entwicklung und neue Arbeitsplätze sieht\, gibt es e
 rhebliche Kritik: Die Stimmen der lokalen Bevölkerung werden nicht gehör
 t\, die Energie ist ausschließlich für den Export in den Globalen Norden
  vorgesehen\, und die geplanten Anlagen bedrohen empfindliche Ökosysteme.
 \n\nBesonders problematisch angesichts der europäischen Kolonialgeschicht
 e ist der geplante Ausbau des Hafens von Lüderitz: Durch das Wasserstoffp
 rojekt gerät Shark Island in Gefahr - jener Ort\, an dem während der deu
 tschen Kolonialherrschaft ein Konzentrationslager stand und an den Genozid
  an den Nama und Ovaherero erinnert. Hier überlagern sich aktuelle Energi
 epolitik und nicht aufgearbeitete Kolonialgeschichte in bedrückender Weis
 e.\n\nÜber diese Entwicklungen möchten wir ins Gespräch kommen.  Paul 
 Thomas berichtet über die Auswirkungen vor Ort\, über die Stimmen\, die 
 bislang übergangen werden\, und darüber\, warum symbolische und materiel
 le Reparationen seitens Deutschlands längst überfällig sind.\n\nWir lad
 en euch herzlich ein\, gemeinsam mit unseren internationalen Gästen über
  grüne Scheinlösungen\, koloniale Aufarbeitung und globale Solidarität 
 entlang der Lieferketten zu diskutieren.\n\nDiese Maßnahme wird mitfinanz
 iert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag bes
 chlossenen Haushaltes.\n\n
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