ART GO EAST | Open Call

Leipzig ändert sich: Der Wandel der Stadtgesellschaft durch Zuzug, insbesondere von jungen Menschen, durch Migration und andere Einflussfaktoren der „globalisierten Welt“, bedeutet eine zunehmende Herausforderung für das „Miteinander“ der vielen aktiven Bürger*innen. Um auf diese neu entstehende „Vielheit“ (Mark Terkessidis) zu antworten, braucht es Anlässe für einen kommunikativen Austausch und neue Formen des Miteinanders: Nach Mark Terkessidis bieten kollaborative Strategien, wie Teilen, Spenden und Tauschen Möglichkeiten dazu.

Nirgendwo kommen in Leipzig diese „Vielheit“ und die mit ihr verbundenen Herausforderungen und Chancen klarer zum Ausdruck als im Leipziger Osten. Im Fluss des ständigen Ankommens und Gehens haben neben neuen Wohnformen kollaborative Strategien hier Hochkonjunktur. Im bunt gemischten Viertel aus über 50 Nationen und verschiedenen sozialen Schichten bieten sie eine besondere Gelegenheit das „Miteinander“ zu erforschen.

Das Festival ART GO EAST hat aus diesem Verständnis der „Kollaboration“ heraus ein Konzept entwickelt, das über künstlerische Ausdrucksformen (Performance, Installationen etc.) das Viertel und seine Bewohner*innen in einen Austausch bringt.

Ebenso möchte es die vielen Kunsträume im Leipziger Osten – auch eine flüchtige Vielheit – allen Beteiligten der Stadt und kunstinteressierten Besucher*innen öffnen. Im Besonderen für fünf das Stadtviertel prägende, aber oft über das Viertel hinaus wenig bekannte, oder extra für die Biennale erschlossene (Kunst-) Räume ruft die Biennale Künstler*innen auf, Formen des künstlerischen, situierten Handelns zu entwickeln und in Interaktion mit den Besucher*innen zu treten.

Weitere Informationen befinden sich auf unserem Tumblr-Blog.

Orte des Open-Call

A | Pöge-Haus

B | krudebude

C | HELMUT

D | Kontor 80

E | Sternburgbrauerei

Open Call

Für die zweite ART GO EAST Biennale im Leipziger Osten werden einzelne Künstler*innen oder Künstler*innengruppen gesucht, die eine Projektskizze für einen der fünf vorgestellten Orte entwickeln. Impulsgebend sind Terkessidis Überlegungen: „Viele Probleme müssen auf einmal bearbeitet werden, viele Stimmen gleichzeitig gehört und viele Ansprüche zu jedem Zeitpunkt miteinander vermittelt werden.“

Die Form der Arbeiten ist frei wählbar: raumgreifende Installationen sind ebenso denkbar wie Einzelarbeiten, die sich erkennbar hinsichtlich ihrer Methodik oder inhaltlich mit dem Thema der Kollaboration auseinandersetzen. Dies kann auch klassisch durch Malerei, Skulptur, Druckverfahren etc. erfolgen. Die Bewerber*innen sollten die Bereitschaft mitbringen, gegebenenfalls auch mit anderen teilnehmenden Künstler*innen zu kollaborieren.

Einsendeschluss ist der 31.12.2019, die Teilnahmebedingungen, die urheberrechtlichen Bestimmungen, Informationen zum Auswahlprozess, das Bewerbungsformular und Informationen der Orte findet ihr hier:

[deutsche Version] + [english version]